Das Accessoire der Braut: ihr Brautstrauß

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Tipps zur Form und Farbauswahl

Er ist das schönste Accessoire der Braut, Objekt der Begierde aller ledigen Hochzeitsgäste und bereitet dem Bräutigam nicht selten schlaflose Nächte: der Brautstrauß gehört zu den zentralen Elementen der Hochzeitsfeier für das Brautpaar und die Festgesellschaft. Umso wichtiger ist es, ihn mit Bedacht und Fingerspitzengefühl auszuwählen.

Dies gehört traditionell zu den Pfl ichten des Bräutigams, der den Strauß für seine Zukünftige aussucht und ihn ihr vor der Trauung feierlich überreicht. Nicht selten sieht dieser sich dabei einer Mammutaufgabe gegenüber: Der Strauß sollte zum üblichen Blumenschmuck und zum Stil der Hochzeit, vor allem aber zum Brautkleid passen und den Vorstellungen der Braut möglichst gut entsprechen. Doch auch die Floristen sind sich dieser Verantwortung bewusst, wie Sylke Mann, Geschäftsführerin vom Hochzeitsportal weddix.de, weiß: „Gute Floristen rufen nicht selten selbst bei der Braut an, um ihre wichtigsten Wünsche zu erfahren und können dem Bräutigam so garantiert hilfreiche „Tipps“ zur passenden Form und Farbe des Brautstraußes geben.“

Dabei kristallisiert sich vor allem die Tendenz zur Natürlichkeit immer mehr heraus. Der Trend zur „grünen“, ökologisch möglichst korrekten Hochzeit, ist natürlich gerade beim Brautstrauß gut umzusetzen, und so greifen Brautpaare gerne auf saisonale Blumensorten vom heimischen Floristen zurück. Auch in Form und Farbe setzen Braut und Bräutigam vermehrt auf Natürlichkeit: „Natural Look und Vintage, die zwei ganz großen aktuellen Hochzeitstrends, prägen auch die Vorstellung des perfekten Brautstraußes. Er wird generell größer, voluminöser, jedoch ohne maßlos zu wirken. An die Stelle von kompakten Rosensträußchen treten Brautsträuße aus Pfi ngst- oder Freilandrosen, Flieder oder Hortensien, die locker und wie frisch gepfl ückt wirken“ fasst Sylke Mann die wichtigsten Entwicklungen der Branche zusammen.

Rot, weiß, violett oder doch gelb: die Farbauswahl

Bei der Farbwahl des Brautstraußes spielt vor allem die Abstimmung auf Hochzeitsdekoration und Brautoutfi t eine sehr große Rolle. Ein wiederkehrendes Farbenmuster wirkt abgerundet, stilsicher und festlich. Eine abgestimmte Hochzeitsdeko gibt dem besonderen Anlass die entsprechende Atmosphäre und kann nach persönlichen Vorlieben oder passend zur Jahreszeit ausgesucht werden. Jeder Blumenfarbe werden jedoch auch bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, die durch eine bewusste Auswahl gekonnte Signale aussenden können.

  • Der absolute Hochzeitsklassiker ist und bleibt natürlich Rot, die Farbe der Liebe! Je dunkler der Rot-Ton, desto größer die Zuneigung und Leidenschaft. Diese Farbvariante wird gerne gewählt, da sie in einem schönen und starken Kontrast zum weißen Brautkleid steht und dadurch hervorsticht. Die klassische rote Rose macht auch, als einzelne Blume im Anzug des Bräutigam steckend, eine wunderschöne Figur.
  • Weiße Blumen verkörpern Reinheit und Unschuld. Sie stehen aber auch für Ehrlichkeit und signalisieren Eleganz und Anmut. Aber Vorsicht: Weiße Blumen galten lange Zeit als klassische Friedhofsblumen und werden deshalb auch mit dem Tod in Verbindung gebracht! Eine schöne Kombination mit grünen Gräsern oder Blättern kann einem solchen Strauß unschuldige Frische verleihen und die Friedhofskonnotationen zerstreuen.
  • Geheimnisvolle Romantik vermittelt blaue Floristik. Sie steht für Treue und Beständigkeit, wirkt im Brautstrauß jedoch gleichzeitig sehr verträumt und feenhaft. Als Farbe des Elements Wasser wird Blau mit Tiefe und Ausgeglichenheit assoziiert. Sehr helle Blautöne signalisieren außerdem Freiheit und Leichtigkeit des Gemüts.
  • Grün, die traditionelle Farbe der Hoffnung, strahlt Kraft und Fruchtbarkeit aus und steht für Lebendigkeit und Neuanfang. Rosafarbene Blumen vermitteln zarte Gefühle und wirken sehr romantisch
  • Die Farbe Orange dagegen versprüht viel positive Energie, steht für Wärme und Ausdauer. Sie vermittelt Optimismus und Lebenslust.
  • Die Farbe Gelb symbolisiert die Sonne und bringt Energie und Wärme. Gelbe Blumen vermitteln Lebensfreude und Sorglosigkeit. Sehr helle Gelbtöne können auch Weisheit und Erkenntnis bedeuten. Hier ist auch Vorsicht geboten: Gelbe Rosen stehen traditionell für Eifersucht!
  • Braune Farbelemente finden sich zwar im Brautstrauß eher selten, können diesem aber nichts desto trotz eine schöne, herbstliche Note und viel Natürlichkeit verleihen. Braun steht für Sicherheit und Bodenständigkeit und eignet sich auch sehr gut für einen wunderschönen Strauß. Kombiniert mit kräftigen Rottönen entsteht ein schöner Indian-Summer Look, der besonders bei Herbst- und Winterhochzeiten sehr viel Stimmung schafft.
Bild: weddix.de – Alles für Ihre Hochzeit

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Die richtige Form macht’ s

Ist die Auswahl der Blumensorte und -farbe getroffen, fehlt nur noch die Entscheidung für die Form, in der der Brautstrauß gebunden werden soll. Hier können vier Grundformen von Sträußen unterschieden werden, in die die Blumen für die die Hochzeit gebunden werden können. Als Klassiker gilt dabei der Biedermeierstrauß. Hier bilden die Blumen eine einfache, runde Form und passen so zeitlos elegant zu jedem Brautkleid. Tropfen oder Wasserfallsträuße werden aufgrund ihrer abfließenden Form vor allem zu langen Brautkleidern mit Schleppe gewählt, sind aber auch zu jedem anderen Kleid ein spezieller Blickfang. Zudem kann ein wasserfallartiger Strauß aus fast allen Blumen gebunden werden. Wer einen ausgefallenen Brautstrauß sucht, wird bei der Zepterform fündig, bei der die Blumenstiele nicht gestutzt werden. So wirkt der Brautstrauß lang und elegant, was die Braut optisch größer erscheinen lässt. Vor allem zu schlichten, geradlinigen Brautkleidern bildet dieser moderne Strauß einen tollen Kontrast.

Die Variante des Armstraußes besticht ebenfalls durch ihre Einfachheit. Der Armstrauß wirkt schlicht und elegant und erhält seinen Namen, weil er nicht wie die anderen Straußformen in der Hand gehalten, sondern in den Arm gelegt wird. Für diese Brautstraußvariante eignen sich langstielige Blüten wie beispielsweise Callas. Ist der perfekte Strauß gefunden, will die Braut sich diesen meist auch nach der Hochzeit als Andenken bewahren. Um diesen Wunsch mit der Tradition des Brautstraußwerfens vereinbar zu machen, hält der Usus des Zweitstraußes immer weiter Einzug in die Hochzeitsbräuche. Der Bräutigam lässt einfach zusätzlich eine zweite, oft etwas kleinere Version des Brautstraußes binden, den seine frisch gebackene Ehefrau dann über die Schulter in die Menge der ledigen weiblichen Hochzeitsgäste wirft.

Diejenige, die ihn fängt, soll dann gemäß dem Brauch die nächste sein, die vor den Traualtar tritt. Die Braut kann den ihr erhaltenen, eigentlichen Brautstrauß so selbst mit nach Hause nehmen und ihn dort trocknen. Um den Strauß möglichst gut zu erhalten, sollte dieser schnellstmöglich nicht mehr ins Wasser gestellt, sondern an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort aufgehängt werden. Dadurch trocknet er langsam und bleibt dem Brautpaar lange als wertvolles Erinnerungsstück an die Hochzeit erhalten.

Quelle: weddix.de – Alles für Ihre Hochzeit