Lecker: Die Hochzeitssuppe

Hochzeitssuppe

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Vielfältige Vorspeise mit Tradition

Vor allen in den bäuerlichen Landstrichen hat sich der Brauch gehalten, Hochzeitssuppen zu servieren. Natürlich wurden die leckeren Rezepte über die Generationen vererbt. Grundlage ist immer eine kräftige Brühe, die Einlagen entstammen der Region, in der das Brautpaar lebt. Durch die Mischung aus Fleisch, Klößen, Gemüse und Eiern, vor allem aber durch die Auswahl der Kräuter und Gewürze erhält das leckere Mahl seinen letzten Schliff.

Nicht nur Sahne verfeinert die Suppe, sondern auch Cognac oder Madeira. Eine solch kräftige Hochzeitssuppe, die auch nach der eigenen Fantasie gekocht werden kann, erspart eine oder zwei andere Vorspeisen, da sie recht mächtig sein kann. Man kann sie übrigens auch gut bei Themenhochzeiten einsetzen.

Suppe – das älteste Gericht der Welt

Einst war es der Adel, der die Suppe in die gute Küche holte und sie zur leckeren Vorspeise machte. In dieser Zeit wurden auch die Suppen für herausragende Anlässe erfunden, wie Taufe oder Hochzeit. Die Suppe ist die älteste und variantenreichste Mahlzeit überhaupt. Schon in der Steinzeit wurde sie gelöffelt. Lange Zeit galt sie als die Mahlzeit der armen Leute, weil sie billig herzustellen war. Nie aber die Hochzeitssuppe. Auch in den ländlichen Gegenden wurde sie schnell entdeckt und war immer schon eine kräftige, mit vielen Einlagen angereicherte Grundlage für ausgelassene Feiern.

Hochzeitssuppen lösen Versprechen ein

In den unterschiedlichen Landesteilen verbinden sich konkrete Vorstellungen mit dem Genuss der Hochzeitssuppe. So ging man davon aus, dass etwas mehr Salz in der Suppe die Kinder gesund auf die Welt kommen lasse. In Thüringen wurde beim Verzehr der Suppe geklärt, wer in der Ehe sagen durfte, wo es langging – wer zuerst den Löffel ins köstliche Nass eintauchte, der hatte gewonnen. Oder wenn das Brautpaar am Tage der Hochzeit die Suppe gleichzeitig aß und gleichzeitig aufhörte, sollte dies eine Garantie dafür sein, dass keiner den anderen überlebte. Warum soll dieser Brauch nur für die Vergangenheit gelten?

Quelle: www.weddix.de